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PCM

Phasenwechselmaterialien (engl. Phase Change Materials oder kurz PCM) oder Latentwärmespeicher sind Materialien, die durch Ausnutzung eines physikalischen Effekts beim Phasenwechsel große Mengen Energie in Form von Wärme oder Kälte nahezu verlustfrei speichern und zu einem späteren Zeitpunkt wieder abgeben können. Werden PCM erwärmt und erreichen ihre Schmelztemperatur, bleibt die Temperatur nahezu konstant, bis der komplette Schmelzvorgang abgeschlossen ist. Erst danach steigt die Temperatur wieder an.

Bekanntestes Beispiel ist Wasser, das den Phasenwechsel von fest nach flüssig bei 0°C zeigt und seit Jahrhunderten in Form von Eis und Schnee als Kältespeicher und zur Kühlung von Nahrungsmitteln eingesetzt wird. Um 1 kg Eis zu schmelzen ist die gleiche Energiemenge notwendig wie um das Wasser anschließend von 0°C auf 80°C zu erhitzen. Wegen der hohen Speicherkapazität und den sehr geringen Verlusten im Vergleich zu anderen Speichertechnologien sind PCM für eine Vielzahl an Anwendungen interessant.

Heute gibt es ein großes Spektrum an unterschiedlichen PCM, so dass fast alle Temperaturbereiche abgedeckt werden können, um die Speicherung von Wärme oder Kälte, die Stabilisierung der Temperatur oder die Erhöhung des Komforts wirtschaftlich interessant zu machen.